Aufsperrdienste – die wichtigsten Tipps zur Kostenkontrolle

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Es ist vermutlich schon vielen Menschen passiert: schnell bringt man den Müll raus oder holt die Zeitungen aus dem Postkasten und kommt am Treppenabsatz darauf, dass sich der Schlüssel im Inneren der Wohnung befindet. In diesem Fall heißt es kühlen Kopf bewahren und nicht die Nerven wegzuwerfen. Wer wenigstens sein Smartphone in der Tasche hat, kann Hilfe holen. Bei den neuen Sicherheitstüren, die schon in den meisten Wohnungen und Häusern eingebaut sind, kann man sich kaum selbst Zutritt zu den eigenen vier Wänden verschaffen. Es bleibt nur der Weg zu einem professionellen Aufsperrdienst.

Wie findet man einen Aufsperrdienst?

Hat man das Smartphone dabei oder kann man bei den Nachbarn einen PC oder Laptop benutzen, fällt die Suche nach einem Schlüsseldienst nicht schwer. Schließlich haben die meisten Unternehmen bereits eine Homepage. In der heutigen Zeit, wo es in fast jedem Haushalt einen Internetanschluss gibt, gilt die Webseite sozusagen als virtuelle Visitenkarte. Gibt man den Begriff „Schlüsseldienst“ und den Wohnort in der Google Suche ein, wird man überrascht sein, wie viele Anbieter erscheinen. Kein Wunder, denn mit dem Aufsperren von Wohnungstüren lässt sich gutes Geld verdienen. Leider gibt es unter den vielen seriösen Unternehmen auch immer wieder schwarze Schafe, die darauf abziehen, Kunden in einer Notsituation das Geld aus der Tasche zu ziehen. Um unnötiger Abzocke zu entgehen, vergleicht man am besten die Preise verschiedener Firmen. Meistens erfolgt der Erstkontakt am Telefon, dabei lassen sich schon grundlegende Fragen klären. Die Mitarbeiter des Aufsperrdienstes möchten zum Beispiel wissen, ob es sich um eine Sicherheitstüre handelt oder ob die Türe möglicherweise von innen verschlossen ist.

Wie viel muss man für den Aufsperrdienst bezahlen?

Wer den Schlüssel zu den üblichen Geschäftszeiten in der Wohnung oder im Haus vergisst, steigt vergleichsweise günstig aus. Noch dazu kommt es unter anderem auf folgende Faktoren an:

  • Wo man wohnt – längere Anfahrtswege kosten mehr
  • Tageszeit – abends, am Wochenende, an den Feiertagen gibt es Zuschläge
  • Art der Türöffnung: sind Spezialwerkzeuge notwendig?
  • Ist die Türe von innen verschlossen?

Besonders wichtig ist, sich bereits am Telefon über die Kosten zu informieren. Im Zeitalter der modernen Kommunikationstechniken kann man sich den Fixpreis sogar per SMS bestätigen lassen. Dann hat man einen schriftlichen Beleg in der Tasche, sollte der Handwerker nach dem Öffnen der Türe doch mehr verlangen. Ein Tipp ist auch noch, sich bei der Haushaltsversicherung zu informieren, ob die Dienste der Handwerker inkludiert sind. Bei manchen Tarifen kann man nämlich einmal pro Jahr einen Aufsperrdienst in Anspruch nehmen. Doch Achtung, bei manchen Versicherungen muss man den Schaden melden, bevor man die Dienste der Profis in Anspruch nimmt.

Wie werden Türen geöffnet?

Bei Standardtüren, die nur zugefallen und nicht versperrt sind, benötigt der Handwerker oft nur einige wenige Minuten und seine Arbeit ist getan. Bei den Aufsperrtechniken unterscheiden Profis zwischen zerstörungsfreien und zerstörenden Methoden. Klar ist, dass bei der Anwendung von zerstörenden Methoden Schaden an der Türe oder am Schloss entsteht. In diesem Fall muss man mit Folgekosten rechnen. Im schlimmsten Fall ist zwar die Sicherheitstüre geöffnet, allerdings muss man eine neue Türe einsetzen. Doch meistens reichen einfache Techniken, die Stiftsschlösser in wenigen Sekunden öffnen. Dafür werden vom Handwerker spezielle Werkzeuge verwendet, die auf den Schließzylinder einwirken. Es kann einige Zeit dauern, bis die Schlossteile in der richtigen Position sind, damit die Türe aufschwingt. Manchmal wenden Aufsperrdienste auch die Perkussionsmethode an. Dabei wird mit einem Schlagschlüssel so lange auf das Schloss geklopft, bis dieses nachgibt. Handelt es sich um eine spezielle Türe mit mehreren Sicherheitszylindern, bleibt manchmal nur ein Auffräsen des Schlosses. Danach ist jedoch die Türe meistens nicht mehr zu verwenden. Aufgebrochen werden Türen im Normalfall nur bei einer akuten Gefahrensituation. Diese tritt z.B. dann ein, wenn sich ein Kleinkind im Inneren des Hauses oder der Wohnung befindet oder wenn der Herd eingeschaltet ist und der Ausbruch eines Feuers droht.

Wie erkennt man einen seriösen Schlüsseldienst?

Vertrauenswürdige Schlüsseldienste veröffentlichen viele wichtige Informationen auf ihren Webseiten. Vorsicht ist geboten, wenn es sich beim Firmennamen um eine dubiose Abkürzung handelt und man keinen Geschäftsführer ausfindig machen kann. Wenn man in Österreich einen Aufsperrdienst sucht, wählt man am besten einen Anbieter mit österreichischer Adresse. Diese sollten genauso wie die Telefonnummer klar ersichtlich sein. Außerdem sollte man sich vor Mehrwertnummern hüten. Unseriöse Anbieter legen meist nicht viel Wert auf eine gute Internetpräsenz. Wenn man die Nummer des Unternehmens anruft und in ein Call Center verbunden wird, kann es sein dass sich der Firmensitz anderswo befindet. In diesem Fall ist mit hohen Anfahrtskosten zu rechnen. Am besten fragt man am Telefon gleich nach, von wo sich die Handwerker zum Einsatzort begeben.

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